Ohne Texter-Briefing geht gar nix – warum das Frage-Antwort-Spiel so wichtig ist

Du benötigst einen professionellen Text, der nicht nur schmückendes Beiwerk auf deiner Website ist, sondern auch für mehr Traffic, ein besseres Image und steigende Verkaufszahlen sorgt? Ob Ratgeber, Blogartikel, Landingpage oder welcher Text auch immer, alle Projekte haben eines gemeinsam: Die Qualität des – oder besser gesagt meines – Textes hängt maßgeblich vom vorangegangenen Briefing und unserer Kommunikation ab.

Was bedeutet eigentlich „Briefing“?

Der Begriff kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „kurz“ oder auch „Lagebesprechung“. Letzteres wurde früher im militärischen Bereich verwendet.

Es geht beim Texter-Briefing weniger um militärischen Drill, sondern eher darum, möglichst alle wichtigen Informationen in kürzester Form vor Projektbeginn zu definieren. Du als Auftraggeber beschreibst mir also in deinem Briefing an mich, was du genau benötigst, wie du dir das Ergebnis vorstellst und welche Rahmenbedingungen es gibt.

Um es vorwegzunehmen: Ein Texter-Briefing mit den Vorgaben wie

  • Text mit 2.000 Wörtern für unsere Homepage
  • Thema: Sonnenliege
  • Zielgruppe: alle, die an Sonnenliegen und Gartenmöbeln interessiert sind
  • Zeitrahmen: noch heute

 

ist definitiv zu unkonkret und auch unrealistisch, es sei denn ich drehe ausnahmsweise Däumchen und habe nichts anderes vor, als direkt mit dem Recherchieren und Texten zu beginnen. Als Freelance-Texter kann ich zwar relativ flexibel auch kurzfristige, dringliche Aufträge bearbeiten und andere Projekte schieben. Wesentlich angenehmer ist es aber, wenn ich mit ein paar Tagen oder auch Wochen Vorlauf planen kann. Das Briefing kann dann besser wirken und bietet auch dir als Auftraggeber die Möglichkeit, über Dinge nachzudenken, die möglicherweise aufgrund meiner Fragen noch nicht ganz klar sind.

Übrigens, bevor wir zum konkreten Texter-Briefing kommen, sind wir uns über den Preis und die Zusammenarbeit einig. Du hast mich quasi schon beauftragt. Das Briefing ist jetzt der Kick-off, der Startschuss, bevor ich richtig loslege und textgeniale Inhalte erstelle.

Du benötigst textgeniale Inhalte?

Sende mir einfach eine unverbindliche Anfrage mit einer groben Beschreibung, was du brauchst. Oder Ruf mich an, und wir besprechen kurz am Telefon, ob und wann ich dich unterstützen kann.

Was ist bei einem Text-Projekt wichtig zu wissen?

Schon bei der Anfrage wirst du damit – zumindest ganz grob – rausrücken: Wer du bist, was dein Unternehmen (aus-)macht und welche Art Text du für was benötigst. Beim Texter-Briefing sollte es konkreter sein. Für mich sind folgende Punkte wichtig zu wissen:

Ist-Zustand

Was macht dein Unternehmen? Welche Ausgangssituation liegt vor? Für was genau benötigst du neue oder überarbeitete Texte?

Zielsetzung

Welches Ziel soll der Text verfolgen? Welchen Nutzen soll der Leser haben? Wer ist deine Zielgruppe?

Inhalt

Welche Art von Text benötigst du in welchem Umfang und welcher Kernbotschaft? Gibt es eine Keywordliste? Welche sprachlichen Anforderungen habe ich zu beachten? Wer kümmert sich um Metadaten, Verlinkungen und Bilder?

Kommunikation

Wie möchtest du am liebsten kommunizieren? Wer ist sonst noch am Projekt beteiligt? Mit wem sollte ich mich eng abstimmen?

Zeit

Wann ist die deadline – Korrekturlauf mit eingerechnet?

Texter-Briefing [Infografik]
Eigene Infografik: Texter-Briefing

Frage-Antwort-Spiel: Darum ist es so wichtig beim Briefing

In der Regel sende ich meinem Auftraggeber die wichtigsten Fragen vor dem Kick-off zu. Du wirst merken, wenn du die Fragen schriftlich beantwortest, setzt du dich intensiv mit dem gewünschten Text auseinander. Du bekommst ein besseres Gespür dafür, wie der Text letztlich aussehen soll. Wenn wir das Briefing miteinander besprechen, hake ich hier und da noch einmal nach, fasse wichtige Informationen in meinen Worten zusammen und wiederhole sie, damit du merkst, ob ich dich richtig verstanden habe (Re-Briefing).

Dieses Frage-Antwort-Spiel ist wichtig für unsere Zusammenarbeit, denn nur so räumen wir die letzten Zweifel aus dem Weg. Und falls im Nachgang noch Fragen auftauchen oder du Kleinigkeiten anders haben möchtest, sind sogenannte Update-Briefings eine gute Möglichkeit.

Für alle Beteiligten ist nach Abschluss des Projekts das optionale De-Briefing die Gelegenheit, über das Ergebnis zu sprechen und miteinander zu diskutieren, was gut oder weniger gut lief. Diese Art Lessons Learned ist sowohl für den Kunden als auch für mich als Texterin ziemlich wertvoll. Denn wie so oft im Leben lernt man aus seinen Fehlern am meisten. Auf der anderen Seite erzeugt ein kleines Dankeschön oder Lob Motivation und macht Lust auf eine weitere Zusammenarbeit.

Elf Thesen zum Briefing

  1. Wir halten etwas schwarz auf weiß fest. Das hat verbindlichen Charakter.
  2. Es ist der offizielle Projektstart.
  3. Wir verständigen uns (und lernen uns besser kennen).
  4. Ich kann mir besser vorstellen, was du möchtest.
  5. Es führt dich und mich zum Ziel.
  6. Es gibt uns beiden Struktur und Halt.
  7. Es spart uns beiden böse Überraschungen. Schlechte oder zu schnelle Briefings führen zu vielen Korrekturläufen und suboptimalen Ergebnissen.
  8. Es ist zwar zunächst intensiv und zeitraubend (wenn die ein oder andere Frage erst einmal im Unternehmen geklärt werden muss), zahlt sich aber aus
  9. Es wirkt oft inspirierend – für dich und mich.
  10. Es ist nicht in Stein gemeißelt. Update-Briefings helfen, die ein oder andere Kleinigkeit zu korrigieren bzw. anzupassen.
  11. Im De-Briefing fassen wir zusammen, was gut oder weniger gut lief, erkennen, lernen und sind schlauer als zuvor.

Das Texter-Briefing kostet zwar einen Moment Zeit, aber ist auch mit verantwortlich, ob der Text das erfüllt, wofür er da ist: informieren, unterhalten, überzeugen – und nebenbei noch deine Website auffindbar machen.

 

In diesem Sinne – einfach textgenial!