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[Interview] Mit Herzenstexten mehr vermitteln als nur reine Fakten

Auf meinem Blog möchte ich in den kommenden Monaten besondere Menschen vorstellen. Menschen, mit denen ich gerne zusammenarbeite, die mich – auch mental – unterstützen oder die mir jederzeit zur Seite stehen. Es sind Partnerinnen und Partner, die ich in meiner Selbstständigkeit als Texterin nicht mehr missen möchte. Denn eines ist klar: Als Freiberuflerin im Homeoffice habe ich zwar alle Freiheiten und bin mein eigener Herr (bzw. meine eigene Herrin 😉), in einem starken Netzwerk lassen sich aber ganz andere und umfassendere Projekte für die Kunden stemmen. Dazu muss man heutzutage nicht unbedingt persönlich an einem Tisch sitzen. Unsere digitalisierte Welt macht so eine Zusammenarbeit auch über Grenzen hinweg ganz einfach möglich.

Interview mit Stefanie Vey

herzenstexte

Mit Steffi habe ich schon zu Abi-Zeiten die Schulbank gedrückt, neben ihr im Englisch-LK gebüffelt und mit ihr zusammen auch gefeiert. Nach der Schulzeit trennten sich unsere Wege, einfach so, ungewollt. Die eine studierte hier, die andere dort. Nach etlichen Jahren „Kontakt-Pause“ hat sie mich bei Xing entdeckt und festgestellt, dass wir beruflich nicht nur Ähnliches machen, sondern sogar nur einen Katzensprung voneinander entfernt wohnen. Nach einem ersten „wieder Anfreunden“ war für uns beide schnell klar: Der berufliche wie private Austausch tut uns gut. Regelmäßig treffen wir uns noch mit weiteren Texterinnen und Textern aus Fulda, tauschen uns aus, lernen dazu, kommen auf neue Ideen. Steffi ist für mich auch sonst eine meiner ersten Ansprechpartnerinnen, wenn es darum geht, schwierige Text-Aufträge zu besprechen oder eine Einschätzung zu meinen Kalkulationen einzuholen.

Steffi ist ein ganz besonderer Netzwerkpartner: eine prima Zuhörerin, eine Mutmacherin, eben ein Herzensmensch. Eine leidenschaftliche Texterin, die mit Emotionen arbeitet und reine Fakten im Schatten stehen lässt. Ich bin mir sicher, von ihr werden wir noch das ein oder andere hören…äh, lesen. 😉

Petra: Vervollständige bitte den Satz „Früher war ich Unternehmensberaterin und Marketingfachfrau, bis ich…“

Steffi: …durch einen (heute kann ich sagen) glücklichen Zufall die Chance genutzt habe und in die Selbständigkeit gestartet bin. Hier habe ich meine Leidenschaft fürs Texten, die schon immer in mir schlummerte, zum Beruf gemacht.

Petra: Du schreibst Herzenstexte. Magst du kurz beschreiben, für wen du diese Texte verfasst und warum du sie so nennst?

Steffi: Zu meinen Kunden gehören in erster Linie kleine Unternehmen, die Texte für ihre Vermarktung benötigen, z.B. für Websites und Blogs, Newsletter oder Mailings. Daneben arbeite ich aber auch mit Agenturen zusammen, die Texte für einzelne Kundenprojekte benötigen. Aber egal, mit wem ich zusammenarbeite – mir ist der enge und vertrauensvolle Kontakt mit meinen Kunden besonders wichtig. Nur so kann ich ein Gefühl für das Thema und die Hintergründe bekommen und komplett in die Welt des Kunden eintauchen. Nur so können Herzenstexte entstehen.

Logo Herzenstexte

Der Begriff Herzenstexte ist übrigens im Rahmen eines Coachings entstanden, als ich mich selbst gefragt habe, welche Art von Texten mir besonders liegt. Mir war schnell klar: Ich schreibe gerne tiefgründige Texte, möchte den Dingen auf den Grund gehen, die wahren Beweggründe verstehen. Ich möchte den tiefergehenden Sinn erkennen und den Lesern mehr vermitteln als reine Fakten. Ich schreibe gerne Texte, die ans Herz gehen, die bewegen und in Bewegung bringen, die zum Nachdenken anregen. Die Branchen reichen dabei von Gesundheit & Wellness über Wohnen & Leben bis hin zu Lebensmittel oder Lifestyle.

Petra: Wie sieht für dich der perfekte Text-Auftrag aus? Unter welchen Bedingungen entstehen für dich die besten Herzenstexte?

Steffi: Den perfekten Text-Auftrag – den gibt es für mich gar nicht. Es gibt so viele wunderbare Projekte mit tollen Kunden, die mir alle Spaß machen (oder gemacht haben). Aber es gibt natürlich ein paar Dinge, die mir besonders Freude machen oder die mir das Texten sehr erleichtern: Ein aufgeräumter Schreibtisch, eine Tasse Milchkaffee, vielleicht noch ein angenehmer Duft – dann kanns losgehen. Und zwar am besten ohne zeitliche Begrenzung durch irgendeinen Folgetermin.
Wichtig ist mir wie gesagt auch eine vertrauensvolle Kundenbeziehung und dass die Chemie zwischen mir und dem Kunden einfach stimmt. Wenn ich dann noch über eines meiner Lieblingsthemen schreiben darf, macht mich das glücklich und besonders kreativ. Dann komme ich am besten ins Gefühl hinein.

Petra: Welche Herzenstexte zeigst du gerne als Referenz, wenn dich jemand danach fragt?

Steffi: Das kommt immer darauf an, wer mich danach fragt bzw. welche Art von Projekt im Raum steht. Am liebsten zeige ich meine Herzenstexte, die ich ganz privat in meinem Blog erstelle. Denn diese Texte liegen mir natürlich besonders am Herzen. Ansonsten liebe ich aber auch die Artikel, die ich für meine Kundin von www.event-und-hochzeit.de schreibe.

Petra: Was schätzt du am Arbeiten im Homeoffice? Und was vermisst du im Vergleich zum früheren Bürojob?

Steffi: Das Schöne am Homeoffice ist die Freiheit, mir alles selbst einzuteilen. Wenn z.B. die Konzentration nachlässt, mache ich eine Pause und erledige etwas Hausarbeit. Genauso kann ich aber auch abends um 8 noch ein paar Zeilen schreiben, wenn ich gerade einen Gedankenblitz habe. Aber das Beste am Homeoffice ist natürlich die Flexibilität, die ich dadurch auch als Mutter habe. Ich kann jede Woche, jeden Tag ganz individuell und flexibel planen, damit ich Arbeit, Kind und Haushalt unter einen Hut bekomme. Das weiß ich ganz besonders zu schätzen.
Was mir manchmal fehlt, ist der Austausch mit anderen. Auch wenn ich die angenehme Ruhe im Homeoffice gerade beim Texten total genieße, ist die Gefahr natürlich groß, den „Anschluss“ an die Welt da draußen zu verpassen. Daher tut es mir immer wieder gut, wenn wir uns gegenseitig austauschen. Egal ob projektbezogene Fragen, neue Themen und Tools im Markt oder auch mal etwas privater Plausch – mittlerweile habe ich erkannt, wie wichtig dieses Netzwerken ist.

Petra: Eigentlich sind wir auch Konkurrentinnen, oder?

Steffi (grinst): Ja, eigentlich schon. Weil wir beide als Texterinnen tätig sind und sicher auch unsere Schnittstellen haben. Aber da wir doch sehr unterschiedliche Ausrichtungen oder Themengebiete haben, würde ich uns nicht als Konkurrentinnen beschreiben. Eher als Netzwerkerinnen, als Texter-Kolleginnen. Ja, so nenne ich Dich auch, wenn ich von Dir erzähle – Du bist meine Texter-Kollegin. Ich würde niemals den Begriff Konkurrentin benutzen. Das sagt eigentlich alles, oder? 😉

Petra: Was verstehst du unter einem starken Netzwerk?

Steffi: Für mich ist ein starkes Netzwerk ein gutes Team aus unterschiedlichen starken Persönlichkeiten, Fachleuten, echten Machern. Ein Team, das durch die spannende Mischung aus Know-how und Erfahrung noch einmal stärker wird als jeder Einzelne. Ein Team, in dem man voneinander lernen kann, sich gegenseitig unterstützt und Dinge vorantreibt.  

Petra: Du hast auch ein eigenes Blog, auf dem du ganz besondere Herzenstexte veröffentlichst. Um was geht es da genau?

Steffi: Ja genau, das habe ich eingangs schon erwähnt. Unter www.liebenswert-anders.de berichte ich aus meinem Leben bzw. dem Alltag mit unserem „besonderen“ Kind. Unser Sohn ist mittlerweile fünf Jahre alt und hat das fragile X-Syndrom. Die Diagnose haben wir vor vier Jahren bekommen. Irgendwann habe ich erkannt, dass mir das Schreiben dabei hilft, mit allem besser klarzukommen. Gleichzeitig kann ich damit auch anderen betroffenen Eltern Impulse geben und Mut machen.

Petra: Wie, glaubst du, wird sich unser Beruf als Texterin in den kommenden Jahren verändern? Spinn‘ mal rum.

Steffi: Mit diesem Blick in die Zukunft tue ich mich immer etwas schwer. Ich bin mir sicher, dass sich die künstliche Intelligenz stark auf den Markt für uns Texter*innen auswirken wird, dass sie einen Teil unserer Arbeit übernehmen wird. Aber alles, wo viel Kreativität, viel Herzblut und eben Emotionen gebraucht werden, kann in meinen Augen nur ein Mensch mit Herz schaffen. Das ist auch meine Hoffnung. Dass wir als Texter*innen am Ende immer noch durch unsere eigene Persönlichkeit das gewisse Etwas in die Texte unserer Kunden bringen, sie mit der feinen Note Individualität würzen, damit sie eben authentisch und unverwechselbar sind.

Petra: Lieben Dank, Steffi, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.

Meine Interviewpartnerin

Stefanie Vey

Stefanie Vey arbeitet seit Anfang 2018 als freie Texterin in ihrem Homeoffice in Fulda. Mit ihren Herzenstexten geht sie Dingen auf den Grund, arbeitet sich tief und empathisch ins Thema ihrer Auftraggeber ein und schafft es, mit ihrer emotionalen Sprache mehr zu vermitteln als nur reine Fakten. In ihrem privaten Blog liebenswert-anders.de schreibt sie wunderbar ausdrucksvoll über den Alltag mit einem ganz „besonderen“ Kind.

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